Arrivederci Italia!

Dieser Bericht ist bereits einige Tage alt (um genau zu sein: er ist vom 20.5.2017). Da ich zur Zeit auf Urlaub bin hat sich das Veröffentlichen etwas verzögert. So ist das nämlich. Ich bin auf Urlaub. Habe meine Reise kurz unterbrochen, bin über die Grenze gefahren – bei Sonne und Regen (meinem Gemütszustand entsprechend) – die schöne Roya entlang und bin in Breil sur Roya gelandet. Dann hab ich mein treues Surley in den Schuppen gestellt und getauscht gegen Reifen mit Profil und Federweg. Eine Woche Mountainbiken mit Freunden – ein richtiger Urlaub. Ohne Wifi – so wie sich das gehört. Details dazu aber erst, wenn die Woche vorbei ist, also in ein paar Tagen.

Die letzte Woche Italien war ganz besonders und auch ganz anders als alles davor. Ich bin nämlich nicht mehr alleine geradelt. Patrizia ist nach Genua gekommen und hat mich für 4 Tage begleitet – und: sie hat auch gleich denn Sommer mitgebracht. Das Wetter war also toll und wir haben es sehr genossen an der ligurischen Riviera dahin zu radeln, aufs Meer zu schauen und zu genießen. Wir sind von Genua in drei jeweils 50km Etappen bis nach San Remo geradelt und dann noch ganz gemütlich bis Ventimiglia. Abgesehen vom Wetter war unser erster Campingplatz in Zinola (Zelt direkt am Strand) ein Traum. Weitere Highlights waren sicher der Grappa und die dazugehörige Bar in Laigueglia sowie die zwei insgesamt 36km Radwege entlang der Küste auf einer alten Bahntrasse (einmal zwischen Arenzano und Varazze und dann noch einmal zwischen St. Lorenzo und Ospedaletti). Und weil wir die Möglichkeit hatten, genügend Zeit und Muse, haben wir uns auch noch Taggia angeschaut (von mir liebevoll Touchy genannt) und sind durch Dolceaqua spaziert. Alle beide sehr, sehr empfehlenswert: mittelalterliche Städtchen mit unglaublich eng-gepflasterten Gasserln (Abstandhalter-Brücken zwischen den Häusern), schwer romantisch und irrsinnig verträumt. Furchtbar nett und gemütlich war auch der gute Kaffee, sowie das mit Butter bestrichene, servierte Brot unserer Campingnachbarn in San Remo. Wie zwei arme 13jährige wurden wir zum Frühstück eingeladen und mit selbstgemachter Mirabellenmarmelade verköstigt.

Ich glaube das tollste an der ganzen Woche war aber ganz etwas anderes. Nämlich: wir haben irrsinnig viel gelacht. Und zwar richtig gelacht. Ich kann Euch gar nicht mehr sagen worüber, nur, dass es sehr, sehr lustig war (zB einen der ganz wenigen Radreisend von der anderen Strassenseite aus (weil nämlich Spritz-trinkend) zu beobachten und zu fotografieren, als er nichts-ahnend, aus noch ungeklärter Motivation raus, unsere beiden, am Geländer abgesperrten und unbepackten Räder, fotografiert hat – nur um dann zu später Stunde festzustellen, dass er das Zelt am Campingplatz neben uns aufgeschlagen hat – nicht ahnend, das wir wir sind und zudem die Besitzerinnen der davor fotografieren Räder:)), usw unzählige ähnliche Situationen…
Wundervoller Abschluss der Woche war dann das Abendessen mit meinen Eltern in Dolceaqua. Irrsinnig gemütlich und wahnsinnig gut war es und ich habe es voll genossen, lauter vertraute, liebe Menschen um mich zu haben.

Eine kleine Schlussstatistik zu ITALIA:
– Geradelte Kilometer: 2’282
– Geradelte Höhenmeter: 27’070
– Gewicht das ich rumschleppe (inklusive Radl): nach wie vor 40-50 kg, je nachdem wie viel Essen und Wasser ich geladen habe.
– Anzahl der kleinen Stürze: gegenüber der letzten Statistik: +2 (!!) und beide an einem Tag. Hach. Einmal war es wieder der Klassiker: Lenker zu stark eingeschlagen, mit Vordertasche Mauer gestreift und schon bin ich gelegen. Nix passiert, war auch nicht wild. Und ja das andere Mal bin ich nicht vom Rad, sondern vom Pferd geflogen. Kein richtiges Pferd, sondern so eines aus Holz mit so einer großen Springfeder unten dran, so eines auf dem man wippen kann. Bin ich auch. Gewippt, mein ich. Aber irgendwie hab ich dann mein Gewicht falsch verlagert und wollte noch korrigieren, konnte nicht mehr, musste lachen und konnte nicht mehr aufhören zu lachen und SCHON WARS PASSIERT: ich bin am Boden gelegen. Passenderweise just in dem Moment, als auf dem sonst sehr verwaisten Platz, einige ältere Herrschaften durchspaziert sind (vermutlich mal wieder mit dem Gedanken: “die Touristen werden auch jedes Jahr deppata”). Danach hatte ich Bauchweh – vor lauter lachen versteht sich.
– Gefährlichster Moment oder “most scary moment”: eine (oder eher mehrere) Schulklassen, die radfahrend den Radweg kurz vor San Remo bevölkert haben. Unglaublich, sowas Gefährliches. Die haben mal Glück gehabt, dass ich nicht ihre Lehrerin war, da würden jetzt alle Spalierstehen….. Patrizia und ich sind freiwillig wieder auf der Straße im Verkehr gefahren, das war um einiges sicherer.
– Grantler: 2 (NUR!!)
– Nächte im Zelt: 29
– Nächte bei Warmshower Hosts: 3
– Nächte bei Freunden: 2
– Nächte im Hostel: 3
– Nächte in B&Bs/Hotels: 9

Und meine Best Of Liste:
– Bester Campingplatz: Tatti wins !!!! (wegen der Open Air Küche!!!)
– Schönste Radelstrecken: Parco Nationale del Cliento (die komplette Strecke am Meer), von Massa Marittima nach Tatti, von Tatti nach Casole d’Elsa, sowie der 3. Tag in Sizilien: von Gangi nach Troina
– Lieblings-Spot: nach wie vor Tatti
– Bestes Essen: Agritourismo U Fundu in Dolceaqua
– Angenehmste Überraschung: Napoli

So – das war Italia. Etwas schwermütig bin ich. Die Zeit, die manchmal fast stehenzubleiben scheint, ist jetzt dann doch sehr schnell vergangen. Und irgendwie hab ich mich gerade sehr gewöhnt an dieses Italien…
Also falls jemand gerne mehr wissen möchte oder Empfehlungen braucht zum Thema Radreisen und Italien, dann nur immer her mit Euren Fragen!
à bientot – dann mit dem ersten Frankreichbericht! Lasst es Euch gut gehen. Eure Eva

Liguria!

Climbing all those little hills throughout Tuscany was a great preparation for the ligurian coast. My first stop was once again “dictated” by a capming site – and how lucky I was ending up in Tellaro: a tiny town at the end of a road, behind Lerici. I found a wonderful spot to set up my tent (room with a view as I like to call those spots that look out to the ocean). Tellaro was so tiny and it’s streets to the ocean so narrow, that I think I would have not even be able to pass through with my bycicle and all the luggage. Really a lovely place.

On the next morning I had the great idea to ride only to Lerici and take the boat to Portovenere. This didn’t help with the kms or the meters of altitude I had to do on that day, but I saved me from riding through La Spezia. My goal was to ride the panoramic street above the Cinque Terre and make it all the way to Levanto. The distance was not bad (about 60km), but I knew I had to do 1400m of climbing. It was a beautiful day and actually quite warm. For once I had used my brain and gotten extra water and some fruit and cookings in order to enjoy the day on the bike. And thanks God I did. Because as always, things come differently than planned. Part of the road was blocked and I had to do a detour to Vernazza and back up to the panoramic road, adding almost another 400m in altitude. So a new record in climbing/day for me with my 40-50kg bike&luggage:-)) But it all went well and I happily arrived in Levanto.

To visit the Cinque Terre, I left my bike in Levanto, took the train to Riomaggiore and from there hiked back through the Vinyards to Manarola and Corniglia. As I knew that not all the hiking paths were open, I went to the tourist information in Riomaggiore beforehand to check what was possilbe to do. I ended up listening only to the comments two ladies got in front of me though. I would say, they were “best-agers” (what a lovely marketing term), perfect makeup, hair done, hotpants and tank tops, wanting to hike to Manarola. The most famous 20min walk ”Via dell’Amore” had been closed after the 2011 floods so now the shortest option to get from the most southern of the Cinque Terre to the next northern one is to hike up endless steps through the vinyards and then hike down endless steps through the vinyards. The lady at the tourist information was very stern and pointed out at least three times to those two lovely best-agers “it’s only steps up and steps down. It’s very hard. 90 minutes minimum.” The two ladies still asked “but is there really no way we could walk the Amore path”. “No.” “But it has been closed for a year!”. At this the young lady from the tourist infomation looked up, her facial expression not changing a bit and replied “It has been closed for four years, actually five in September.” haha. I wondered how often she already had to say that. Well. It took me about 30-40 minutes to hike to Manarola;-)
The Cinque Terre were beautiful. Even though it is very touristy and quite crowded already now, I still enjoyed the hikes, the view and the colourful villages (and some wine on a terrace looking out the ocean of course). And I was very impressed by all those terrases for the vineyards and vegetable gardens – unable to imagine what hardship it must have been to build this all…

By the way – the rain keeps following me. I was lucky though, it only caught me once while riding. And by now I have learned my lesson: there are short down poors for which I hide behind the next best roof I can find and use the time to take a break (on the picture I was standing only 2km before Tellaro at a hotel parking, having a melone waiting for the rain to pass). And besides that – the weather forecast is quite promising for the next week! So I hope I can leave this rainy periods behind me.

Some complications that come with the rain is doing laundry, or rather getting my stuff dry. But so far it has always worked out somehow. I remember discussing with someone before I left on how I would dry my staff. Well in Levanto I actually washed everything I have with me (except for my bikini, a pair of trainer pants and my down jacket, that is what I was wearing that evening:-) and with the help of my elastic straps I managed to create quite a good system to hang up my clothes. See for yourself!

So only 5 more days in Italy – how quickly time passes. And it will be very special days, as my friend Patrizia will come and join me on the ride from Genova to Ventigmilia (where we will have dinner with my parents on friday – Juhuuuiii!). That’s it for now.
Buonanotte…..

Wenn die Radreise zu radfahren und reisen wird.

Ich glaube jetzt hab ich es geschafft. Ich glaube jetzt bin ich endlich da, wo ich schon seit einigen Tagen (wenn nicht Wochen) geglaubte habe zu sein: ich bin entschleunigt. Ich habe mir gerade überlegt wie ich Euch erklären soll, wie ich meine Strecke plane und bin dabei drauf gekommen, dass es sich generell grundsätzlich geändert hat, seit ich losgefahren bin. In Sizilien war ich in den ersten Tagen fix davon überzeugt, dass es sich nie und nimmer ausgehen wird in 5-6 Wochen nach Frankreich zu fahren und habe mir schon den Kopf darüber zerbrochen, wann und wo ich denn etwas auslassen soll und in den Zug einsteigen soll… wohingegen ich jetzt ständig noch irgendwelche “Specials” einplane, weil ich ja noch so viel Zeit habe:-) So bin ich also am Anfang einfach der Küste nach, immer mit dem Ziel so viele Kilometer wie möglich zu machen um ja weiter zu kommen und irgendwann wurde mir aber das Autogewusel entlang der Küste zu wild und ich eigentlich nur mehr getrieben vom Gedanken Ruhe zu finden. Ihr könnt Euch erinnern – nach Ostia hab ich beschlossen mich in Richtung Landesinnere zu orientieren. Ab dem Zeitpunkt hat eigentlich hauptsächlich das Wetter meine Route und meine Pausen diktiert. Es war etwas durchwachsen in den letzten 10 Tagen würde ich sagen. Und es ist immer noch das Wetter, das sehr stark dafür verantwortlich ist, wie weit ich komme und welchen meiner A/B/C/D Pläne des Tages ich umsetze. Aber es ist auch noch etwas anderes dazu gekommen: erstens reise ich jetzt mehr – das heißt ich bleibe auch mal länger wo sitzen, gehe mir wieder mal was anschauen, verbringe Zeit an Orten die mir gefallen – und zweitens fahre ich mehr Rad. Das mag seltsam klingen, ist aber so. Also ich sitze nicht mehr am Rad, als auch schon, aber ich habe in den letzten Tagen Strecken wesentlich bewusster danach gewählt, wo es schön ist radzufahren (soviel davon würde ich gerne mal wieder mit dem Rennrad abfahren), als danach wie ich am schnellsten von A nach B komme. Der angenehme “Side-Effect” dabei ist, dass ich auf vielen wunderschönen kleinen toskanischen Straßerln unterwegs war und sehr oft für lange Strecken kein Auto gesehen hab. Und der letzte Faktor, der schlußendlich bestimmt wann ich wie und wo lande, sind die Unterkünfte. Campingplätze gibt es ja nicht viele in der Toskana (abgesehen von der Küste), aber ich habe durch ein wenig Glück ein paar wunderschöne Agricampeggios entdeckt, die meistens an absolut untouristischen Orten waren (und bei weiten nicht so tier-lärmend und touristisch wie der Erste) und auch wieder einmal bei einem warmshower Gastgeber geschlafen, der mir einen traumhaften Zeltplatz zur Verfügung gestellt hat (Mille Grazie Sergio & Family!!). Bevor ich mich in ein paar lustigen Details verliere zuerst einmal ein paar Toskana-Impressionen: enjoy!

So nun aber zur Strecke und vielleicht ein paar lustigen Gschichteln am Rande. Ich bin also nach diesem Regen-Abbruch weitergefahren und hab es schlussendlich nach einigen Höhenmetern nach Massa Marittima geschafft. Da wollte ich immer schon hin. Ich glaub einfach nur, weil so viele das kennen und ich nicht. Ist auch schön da. Bin dann aber noch weiter gefahren, weil musste ja irgendwo mein Zelt aufstellen. Und so bin ich nach Tatti gekommen. Tatti ist mein absolutes Toskana Highlight. Nach Tatti würde ich sofort wieder und da wäre ich auch geblieben, wenn ich nicht für den nächsten Abend schon mit Sergio (von warmshowers) vereinbart hätte, das ich bei seiner Familie übernachte. Tatti ist mini, hat einen mitteralterlichen Kern, viele alte, aber auch viele junge Italiener (“Zugezogene”) und eine ganz kleine, bunt-gemischte Aussteigergemeinschaft. Der Campingplatz war mitten in einem Hang mit Olivenbäumen, mit Blick über das halbe Land. Und das großartigste war: eine vollkommen ausgestattete Outdoorküche. Genial. Tatti war aber auch ein richtiges Dorf, mit überraschend stylischem Restaurant (auch dem einzigen) und hat trotz der Expats den Dorfcharakter nicht verloren. So wurde ich zwei Stunden nach meiner Ankunft beim Restaurant (das ich aufgrund von Bierdurscht und Wlanlust aufgesucht habe) von einer ganzen Sippe Holländer und Italienern mit “Ah – Du bist die, die mit dem Rad fährt” begrüßt. Und so schade, dass ich nicht schon am Abend davor dagewesen wäre, da hätte es ein riesen Fest gegeben, etc. Am nächsten Morgen wurde ich vom nächsten Unbekannten mitten im Dorf begrüßt – ob ich die mit dem Rad sei und ob ich Elsa nicht schon kennengelernt habe – die würde auch immer mit dem Rad reisen… Es war einfach großartig.
Von Tatti bin ich dann weitergefahren nach Casole d’Elsa und habe wie gesagt bei warmshower Gastgebern übernachtet. Sergio und Martine (ich hoffe ich habe die Namen alle richtig) haben drei tolle Kinder: Rodriguez (7 Monate), Zaira (2 Jahre) und Freesia (wird demnächst 7). Ich hab auf Italienisch vorgelesen, und nachdem ich ja kein Italienisch kann, war das sicher sehr lustig. Muss aber sagen, ich hab mindestens zehn neue Wörter gelernt – vor allem Viecherbezeichnungen (total nützlich):-)) Und von dort bin ich dann ganz gemütlich nach Siena getuckelt (an jedem Tag war übrigens irgendwann irgendwo irgendwie Regen dabei), durch Siena spaziert und habe mich ausgeruht. Und dann quer durchs Chianti. Von Siena über Fonterutoli (Dad – ein Foto vom Castello für Dich!) und Castellina nach Greve und über den schlimmsten Hügeln von allen nach Romita. An dem Tag bin ich zum ersten mal eingegangen. Das liegt daran, dass ich schon so gewohnt bin in jedem Dorf einen kleinen Minimarkt oder zumindest einen Obststand zu finden. Gibt es aber nicht in der Toskana (zu aufgräumt) – und wenn, dann haben sie zu, gerade dann wann ich vorbei fahre. Fazit – mit zu wenig Wasser ohne Essen gehen toskanische Hügel nicht mehr so leicht. Dafür war der nächste Aggricampeggio toll. Wieder kleine Terassen in einem Olivenbaumhügel mit Aussicht und sogar mit Swimmingpool. Mein Ziel war klar: ein Tag Pause am Pool. Naja, es ist ein Tag Pause im Zelt geworden. Hat ununterbrochen geregnet. Halt – nein – zwei Stunden Regenpause am Nachmittag, die ich genutzt habe um in das 2km entfernte Romita zu spazieren und den einzigen Laden aufzusuchen, den es gibt: Tante Emma Laden mit Café und Bar in einem. Großartig. Ich war allein mit der Besitzerin am Kaffee trinken und lesen für ca 10 Minuten bis sich eine 9er Gruppe Männern auf das After-Work-Bier eingefunden hat und ich nicht mehr um das obligatorische Bier gekommen bin. War sehr lustig. So nun aber die Bilder dazu.

Vorgestern hatte ich dann genug vom Regen und bin die 100km ans Meer gefahren (natürlich mit Regen unterwegs). Und habe mich mit einem Abendessen bei Sonnenuntergang am Meer belohnt. Gestern war Lucca dran und heute – hilfe es geht so schnell – bin ich schon an der Ligurischen Küste. Für die nächsten Tage stehen die Cinque Terre am Programm. Viele Höhenmeter. Ich freu mich schon!

Zig-zagging northwards

So the “forced” (rain) break at Lago Bolsena in Capodimonte was quite relaxing. I pretty much ended up visiting every bar (2 out of 3) and restaurant (1 out of 1) open and available. After a super stormy night with little sleep (my tent and I were not sure if we should find the many lightnings romantic or rather frightening) I was not too sad to leave and make my way into one of the most touristy regions of Italy: Tuscany. My plan was to ride to Sarteano – only because that was the only town with a camping place I could reach within a day. It was Friday and the first (and so far only day) I had my phone on. And guess what – I got a phone call:-) I will spare you the details, but to cut a long story short: instead of riding another 20 km I decided to ride another 60 km (on top of the 40 that I had done) to end up in Umbria, rather than in Tuscany. I made my way to a lovely “refugio” in the hills above Perugia (a region which I strongly combine with finishing my first studies and spending an awesome week with friends) being welcomed by friends in a place filled with love and peacefulness (yes that does sound cheesy, but it is so true). Anna and Lorenz: mille grazie! There is a picture of the secret road and two of the great views from this refugio (Perugia in the background). Besides finding a perfet spot to chill (in German: “um die Seele baumeln zu lassen”) I learned how to find wild-grown asparagus (so good!) and I saw my first porcupine (also leo.dict sagt mir hier auch “hedgehog” – aber meines Wissens nach ist das ein Igel, und ich mein wirklich ein Stachelschwein!!) live (huge).

After two very cosy evenings in Umbria I decided to continue in order to hit one of the other many places on my list: Massa Marittima. Well. I didn’t make it. Not yet. Yesterday, I stopped earlier than I had to, because I found this great organic farm that offered camping as well. What a lovely place and incredible how noisy animals can be. No manners. I still prefer it over the busy roads and the roaring motercycles, but it was a night with little sleep (OMG – never in the world sleep in a place with 2 or 3 peacocks: they are worse than the accumulation of all the dogs, sheep, goats and pigs, that were around my tent). Had a very nice dinner there though. Maria – all the animal pix are for you!!

So after having passed Montepulciano yesterday, I passed Pienza and Montalcino today and now had to stop in the middle of nowhere (Paganico) because I had been riding in rain for too long and was soaked (yes, still no rain pants). I will share some picutres of the first half of the day though (Tuscany without the rain and the last one from Lago di Bolsena):

By the way – making my way up north also makes me witness some changes along the way. Like the price of a coffee trippeling (from 0.30€ to 1€) and the price of camping space doubling (from 10€ to 20€ for one person and one tent). Also the honking got a lot less (and not as smooth anymore, but more like the Austrian-honking-version) and since I passed Rome, also the size of the cars has changed drastically: now they are big again (I still see my favourite Fiat Panda in turquoise at least once a day, but the average car size is normal or to big, not made for tiny Italian hill towns). On top of that, ever since I crossed the “borders” of Tuscany I have crossed a few other cycling-travellers (and almost none before). They only seem to go the “other way” though and most of them have 1-2 bags, none of the ever carried a tent and I therefore guess their trips are rather short (or way more exclusive than mine). Ah – and one other very important thing that has changed (and that I already miss a little): “crossing” road-cyclist down south was always connected with them raising one hand of the handle bar and yelling a loud “CIAO” across the street, followed by a “thumbs up”. Now unfortunately it is rare they say anything at all (I blame it on “them” being tourists rather than Italian:-)).
Talk to you soon! Eva fährt weiter….

Ostern Reloaded

Jetzt wollte ich Euch großartig erzählen, dass ich seit gestern schon vier Wochen am Radeln bin, aber das stimmt ja gar nicht. Es sind erst 3!! Also nix mit “boah, das Monat ist schnell vergangen” – dafür habe ich fast noch eine Woche Zeit:-) Trotzdem gibts dann gleich mal ein Zwischenstatistik für alle die Zahlen lieben:-).

Heut bin ich bei einer “Zwangspause” am schönen Lago die Bolsena. Zwangspause deshalb, weil ich mich voll gut fühle und eh gern weiterradeln würde, aber meiner Regenshort war dieses Vagabundenleben nicht so geheuer. Ihr hats in Napoli auch so gut gefallen und drum ist sie wohl dort geblieben. Und heute regnet es. Nicht stark, aber immer wieder ein bisserl. Deshalb habe ich beschlossen, das Wetter als Materialtest zu verwenden und erste Schwachstellen beim Zelt sind bereits analysiert. Aber kein Angst – noch sauf ich nicht ab und bis morgen wirds wohl halten; dann muss es repariert werden (hoffentlich erfolgreicher als meine Matratze, die behält nach wie vor die Luft nicht).

Nach zwei gemütlichen Tagen/Nächten am Lago die Bracciano bin ich also gestern an den Lago die Bolsena geradelt. Eine sehr grüne Strecke – hauptsächlich gesäumt von Haselnussstaudenwäldern (gibts das Wort?). Einziger Fehler meinerseits: ich hab mir die Höhenmeterverteilung nicht so genau angeschaut. Und 90% der 1000hm waren mal wieder an einem Stück zu machen – nach Caprarola und an den Lago di Vico. Das hab ich nicht so gern. Ich mag das ständige auf und ab lieber, als 2h bergauf zu treten und dann bei den Abfahrten halb zu erfrieren. Bekanntlich passiert das aber alles im Kopf und mein Kopf gestern hat sich nur gedacht – “Oida, ich hab nicht mal Schoggi mit”. Und da ist das Wunder passiert: Ich hab am Strassenrand ein halb-intaktes Osternesterl gefunden. Wirklich! 2 kleine Schoggieier waren etwas lädiert, die hab ich ignoriert, aber ein kleines Küken und ein kleines Schoggoei waren noch wunderbar zu gebrauchen. Grauslig denkts Ihr. Mich hats voll gefreut (und den Berg rauf gebracht!!). Natürlich ist noch ein Autofahrer stehen geblieben und hat mir gesagt “it is dangerous to stop here” (ja warum bleibt er dann stehen??!!??) – und ich hab nur gesagt “I know, but I am tired.”. Konnte ihm ja nicht sagen, dass ich gerade das 2. Osterwunder erlebt habe und dabei bin glückselig ein Ostereili zu verspeisen…

Vom Lago die Bracciano aus hab ich übrigens noch kurz Calcata besucht, nachdem Claudia mir den Tipp gegeben hat. War ganz süß – da Feiertag voll mit italienischen Touristen. Das beste an dem Dörfchen ist definitiv seine Geschichte – Link dazu findet Ihr in Claudias Kommentar von meinem letzten Post (da gehts um die Vorhaut Christi…:-))) Hier ein paar Bilder:

Übrigens ist es zur Zeit ist sehr schwer auf Deutsch zu schreiben. Im Urlaubs-Modus schaltet mein Hirn immer auf Englisch um, ganz ohne mein Beitun.

Wie also angekündigt: ich finde es ist Zeit für eine kleine Übersicht/Statistik:

Geradelte Kilometer: 1332 (wie man merkt, bin ich ein bisserl faul geworden:-)
Getretene Höhenmeter: 14700
Zurückgelegte Zugstrecken (nach der Ankunft in Palermo): 1 (90km zwischen Neapel und Formia)
Kleine Unfälle: 3. Der 3. Unfall, der dann Gott sei Dank kein richtiger war, war vor ein paar Tagen. Ich radle so durch irgendeinen Ort, als ein Typ spontan auf die Strasse spaziert, ohne sich umzuschauen. Zum Bremsen hat es nicht mehr gereicht, ich hab grad nur noch “Attentione” schreien könne. Ich habe uns schon alle drei (also ihn, mein Radl und mich) vollkommen zerstört auf der Strasse liegen sehen… Doch der Typ reagiert mega schnell, dreht sich um und fängt mich und das Radl auf und kann dabei noch stehen bleiben. Boah, muss der stark gewesen sein:-)) Ich hab vor lauter Schock nur gezittert. Keinem was passiert. Wahnsinn.
Blaue Flecken: unzählige. Angeblich hab ich ja schon als Kind “Haxen wie a Bua” gehabt und ich bin halt auch ein bisserl patschert… Mein Opa hat früher immer gesagt “bis zum Heiraten wirds wieder gut”. Irgendwann hat er mal damit aufgehört. Da wäre das Heiraten dann wichtiger gewesen, als das Heilen der Verletzungen:-)
Tote Viecher am Strassenrand: gleichviel wie blaue Flecken
Verspeiste Cliff Bars: 4
Tage, an denen ich meine Daunenjacke NICHT anhatte: 0
Tage an denen ich die Regenklamotten auspacken musste: 3
Nächte in Hotels: 1
Nächte in B&Bs: 4
Nächte in Hostels: 3 (6small Rooms in Napoli – zu empfehlen)
Nächte bei warmshower Hosts: 2
Nächte im Zelt: 13
Platten: 0 (bis jetzt hab ich mein Flickzeugs nur für meine Matte gebraucht, die seit Anfang an kleine Löcher hat.)
Windschattenspender: 4. Die letzten beiden, haben mich gemeinsam 10-15 km mitgenommen und waren die erste echte Hilfe. Erstens war es am Meer oft sau-windig und zweitens waren sie keine so typischen Rennradler, bei denen das Vorfahren zwar nett gemeint ist, der Windschatten sich aber in Grenzen hält. Nein, die beiden, die haben ordentlich Windschatten gespendet. Fein war das!
Gelesene Bücher: 3.5
Und weil wir in Italien sind:
Beste Pizza bis jetzt: di Matteo, Napoli
Bestes Eis ever: Casa Infantile, Napoli

Was ich am meisten vermisse: Musik
Was sich bei mir schon geändert hat: Café trinken statt Cappuccino. Mehr Eis als Schokolade verdrücken. Italienisch Wortschatz von 2 auf 10 vergrößert. Halbwegs braune Haxen (bis Mitte Oberschenkel) und braune Arme, bis zum T-shirt Anfang (sieht toll aus im Bikini – ich schwöre :-))

 

Ja und dann noch etwas anderes. Ich will ja nur über das Lustige, das Schöne und alles Gute schreiben, aber (jetzt muss ich schnell die Sprache wechseln…) This week is a difficult one for many of my friends. So I just wanted to let you know that my thoughts are with you and most of all they are with Hervé, his family and each and everyone who was closed to him. Hervé – you will be truly missed!

Sfogliatelle

Well, I have been absent from this blog for a short while. But sometimes it is hard to find the right words, or to find words at all. So I decided to focus my virtual world on all the good stuff that has happened and that I experience. Like Sfogiatelle. Nope – this is not my new favorite hang-out, rather one of the many Italian tongue-twisters that I am absolutely unable to pronounce. Sfogiatelle are a type of delicious pastry that comes in different versions. And once – by myself having ordered a coffee at the bar and one of these pastries – I tried to pay the same at the cashier. He was an older man and started smiling when I told him what I wanted to pay. Then he kindly asked me to repeat. That’s when I tried to point at what I had, but he insited that I would repeat the word. So I tried, he came around from his desk started to crack up and asked me to repeat again. My face was dark cherry red by then and I refused. Apparently I had made up my very own version – some kind of “phantasy” word – and the old guy could hardly recover by the sound of it. He then made me repeat slowly after him until I got it half way right. What did follow? Of course, the obligatory hug and kisses. Jessas!

Since I worte last, I passed the Amalfi coast – in desperate need for a pause after many days on the bike. This little part of Italy is sure beautiful, but to cut it short – we did not become close friends. I will however share a few pictures:

What happened next was something very unexpected – I fell in love. With Napoli. I had not planned to stay in Napoli, but rather to pass right through or make a huge turn around it, but someone had told me that Napoli and Palermo are the two best cities in Italy. Not having stopped in Palermo made me somehow curious about Napoli. So still in desperate need for a cycling break I decided to give it a try. And how worth it was! What a colourful, vibrant, lively and diverse city. I enjoyed every minute of my stay and walked around so much, that I got the worst sore legs from walking (I totally hadn’t realized that I had not walked in days!). I also had the pleasure to meet Marco through warmshowers. Marco was really the best and gave me the full local tour, including many interesting insights. Ah – and of course I had Pizza. There is no way around it in Napoli. So good. As for the rest – see for yourself (and a short comment on the side: it has been awefully cold -downjacket cold – in the past week. And also very windy as you can see on my header picture. Also – all the “artsy” abstract pictures are from Napoli’s metro stations):

Currently I am a bit north of Rome, in a place called Ladispoli. I had not planned to come here, but totally didn’t pay attention to the kilometers in made in the last two days and having cycled for 220km in 1.5 days this is where I decided I need to sleep:-) I still have no plan for the following days, but I am thinking of going “inlands” towards Lago di Bracciano and Lago di Bolsena in order to avoid busy main roads. We will see- or rather: you will read about it. Have a good night and let me know how all of you are doing!

Italy’s south – holiday feeling

It’s been a week almost and you might wonder what I’ve been up to – not much really. Riding along a coast line doesn’t offer a lot of variety even tough I have to say it has been a very beautiful week. Have a look yourself:

So here are the different stages I did: for the German speakers, you might still remeber that I took the ferry from Messina (in Sicily) to Villa San Giovanni in Calabria on Monday. From there I rode another 50 km or so to arrive in San Ferdinando. The next day I pedaled to St Eufemia Lamezia where I stayed at a nice, laid back kitesurf camping site. I was the only guest and this continued to be the case for several other nights as well. The next stage took me to Belvedere where I got to enjoy the couch of another warmshower host. Carmine was awesome. He has the same amount of bikes as I do (5) and additionally an enduro motorbike and has basically just returned from travelling Patagonia on bike. He picked me up on his enduro bike (leather jacket, Italian sunglasses of course) and slowly rode down the hill to his house (so I could follow). Suddenly whisteling (yes the whisteling again) and this small cute dog barks once and starts running down the hill, right inbetween Carmine and me. “My dog” was the short and straight forward introduction a little later. Go figure. The house was on the hill, overlooking the ocean, I got to sleep in the “basement” (which was a huge open room to the terrace) in between four of the five bikes. I slept well. hehe. Carmine made dinner for me, fed me 100g of pasta and ate about 10g himself (“Italians don’t eat pasta”). He swimms in the ocean every morning (well only twice a week in the cold season) and told me that the Calabrian mountains are much nicer to ride, than the route along the coast. He was not very talkative, but it was a very nice evening. The next stop was Policastro Bussentino and from there I continued to Ogliastro Marina. And today I managed to ride to the Amalfi Coast – ending up in Maiori: completely soaked, having ridden through a thunderstorm for an hour and confronted with the fact that the nice camping site I had planned to stay at was a construction site, so checked into the first B&B I could find in desperate need of a hot shower.

Some of the highlights were the many very cute villages on the way (like Scilla, S. Giovanni a Piro, Pisciotta, etc) and magnificent roads leading to these. On the downside there were also long stretches of riding on the main road (like all the way to Belvedere) that were tiring and stressful with lots of traffic.

One of the funniest things that happened was a journalist that saw me standing somewhere, who then pulled over his car, jumped out and asked if it was ok to take a couple of shots of me. hahah. So if ever you stumble of an edition of Ciclo Tourismo and find a picture of a women in purple shorts and a grey/turquoise tee – well – that would be me:-) Last night I also managed to put my tent up, take a shower and set my bed while it took the same amount of time for four Italian families to discuss and figure out how to park their camping cars (it seems like life is definitely easier with a bike and a tent).

Another highlight – I have to thank my parents for (who might get worried that all this cycling results in a lack of cultural and historical eductiaon on my side) – was a stop at Paestum. The temples are really very impressive. The best thing though was that I got a free guided tour by some family dad (and maybe teacher??) from Salzburg (so my guess) who was explaining everything about the temples in detail to his rather uninteressed teenage kids. Taking a few shots I made sure to stand close to them, because his knowledge was really impressive and very interesting to me.

Italy’s south seems to be mainly on sale. So if you are looking for a holiday home, here is the place you might start your search. Many of the seaside tourist places look like ghost-towns in April and it is not always easy to find a place to stay. To me it actually appeared like some of the holiday stays existed for “Ferragosta” only. People were just “waking up” and had started a little repaint here, adding some nails there, etc… It is also a region of agriculture. Fields of orange and lemon trees are found alongside the road, as well as red onion fields (including the smell). Also very tasty strawberries are grown here, besides many other fruits and vegetables. Finally I also don’t manage to ignore all the “Pasticicerias” on my rides anymore and have tasted sinful sweets (including the Cannoli siciliano – because I felt bad having missed out on those on Sicily) – so in terms of all the weight I carry (meaning my bike and all my stuff), this certainly doesn’t help.

By now I have pedaled almost 900km and about 10600m in altitude so I had planned to spend a few realxing days on the Amalfi coast. I will see what the weather is up to and if I do find an open camping site that allows me to do so, or if I have to rethink this plan once again…

Hope you all found your easter bunnies and colorful eggs! Happy Easter everyone!
Buona Pasqua!

Arrivederci Sicilia!

Sizilien liegt hinter mir… und somit auch mein erster Radlfreiertag – der Palmsonntag. Verbacht hab ich ihn mit dem Bestaunen der christlichen Feierer (inkl. Kirchengesang über Lautsprecher nach draußen), genussvollem Radlrollen auf Autofreien(!)strassen und natürlich Aperitivo Classico in der Innenstadt von Catania. Seht selbst:

Und sonst – wie war Sizilien so für mich? Schön! Die Fahrt gestern von Catania nach Messina und bis an die Spitze (120km, da etwas langwierige Herbergsuche) war ein Traum- immer der Küste entlang mit Highlights Acireale und die Buchten um Taormina. Und – ich wurde ca. 20km lang von Roberto2 begleitet. Keine Ahnung, wie er wirklich geheißen hat – dafür hat das Englisch (nicht meins) nicht ausgereicht. Er war jung, mit dem Renner unterwegs und ist ständig vor/hinter und zum Leidwesen der Autofahre, viel neben mir gefahren. Hin und wieder hat er mir eine Ortschaft aufgezählt (wohl in der Annahme, dass ich weder meine Karte noch die Strassenschilder lesen kann:-) ansonsten war es eher wie in Stummfilm – halt in Farbe. Lustiger Weise hat er einmal einem Autofahrer gepfiffen (damit der uns bei der Ausfahrt nicht übersieht) und das hat so professionell geklungen, dass ich kurz dachte er hat eine dieser Pfeifen, die wir bei den Freeriderucksäcken haben (oder die bei Schwimmwesten befestigt sind). Als ich beeindruckt nachgefragt habe, hat er es mir vorgemacht – einfach Zunge ein rollen und los. meine Bewunderung dürfte ihn aber so erschreckt haben, dass er danach dann doch wieder in Rennradtempo davon gedüst ist. Geht ja auch wirklich nicht mich so zu begleiten- wir hätten noch weitere 60 km gemeinsam gehabt und das ist ungefähr vergleichbar damit, wie wenn ein hochmoterisierter GTI sich mit einem 5 Tonnen schweren Kleinlaster ein Rennen gibt. Naja. Ich habe dafür heute mindestens 20km lang radelnd versucht einen ähnlichen Ton hervorzubringen. Leider vergeblich.

Jetzt aber zur Sizilien Zusammenfassung:

Wetter: bis auf kurz mal Regen (wie erwähnt) immer gut. Zum Teil ist es noch etwas frisch, vor allem bei den Abfahrten und am Abend bin ich heilfroh über meine Daunenjacke, aber die Sonne lacht!

Essen: hmm. Das ist so ein Problem. Ich vergesse es oft, wenn ich radle. Und wenn ich dann wo ankomme, dann muss schnell was her, egal was. Meistens Dinkelspaghetti:-) Highlight waren die gegrillten Artischoken (ich liebe Streetfood) und natürlich alles mit Pistazien – davon gibt “en masse” in Sizilien.

Verkehr/Autos/Leute: Ich hab noch keinen einzigen unfreundlichen Menschen getroffen. Unglaublich. Alle nett. Ist so. Verkehr ist auch ok. Als Radlfahrer ist man so halb-heilig. Oft wird vorsichtig gehupt (mehr so ein zartes streicheln der Hupe -sowas können wir Österreicher gar nicht) um eine Überholaktion anzukündigen und immer bekommt man respektvoll den Vorrang. Verkehrsregeln gelten wohl eh hauptsächlich für motorisierte Touris – ich hab mich gleich am ersten Tag daran gewöhnt und fahre vorsichtig gegen die Einbahnen (wie alle anderen auch). Naja – das mit den Radlwegen hab ich ja schon erklärt. Die sind nicht für die Radler da. Gestern wieder mal ein Beweis: bin nämlich mit einem Youngster zusammengestossen, der plötzlich auf der Radüberholspur stehen bliebe. Resultat waren nch mehr blaue Flecken auf meiner Seite. Der Youngster hat sich höflich mehrfach entschuldigt. Generell gilt es Radwege zu meiden – zu viel Spaziergänger, Hunde, Obst- und Gemüsehändler und plötzlich keine Radwege mehr (Bild). Und zum Thema Auto gibts nur eines zu sagen: ich würde hier einen türkisen Fiat Panda fahren. Das absolut meistgesehene Exemplar – und der auf dem Bild unten war ja praktisch für mich geparkt um ihn zu fotografieren:

Und heute gings mit der Fähre aufs Festland. Kalabrien ich komme! Ich grüße Euch!

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Hitting the back-roads: from Cefalù to Catánia

Here we go. Well I had planned to plan day by day. What a plan. And yes, of course – that didn’t really happen. I ended up changing it all as I went along. But let’s start at the beginning: day two on the bike. My plan was to start in Cefalù and continue for a while on the coast all the way to Finale in order to hit a side road and start the “climbing” part. I had no real goal of where I wanted to end up, but more or less was hoping to kill at least 1000m in altitude and then find some sort of refuge for the night. Well there are certain “side-effects” that do come with “side-roads”: on the positive side it is very quiet, hardly any traffic (about 1 motorised vehicle every 30 min max) and on top of that also hardly any people. On the negative side it is very quiet, hardly any traffic and hardly any people. But let me explain: riding into this valley (direction of Botindari) I realized with a bit of a shock within the first 30 minutes that so-called “wild camping” is out of discussion. You wonder why? I saw the dogs. Not any dogs, no, those beautiful, huge, white sheperd dogs (that I had a rather disturbing face to face encouter with last summer in the French Alps). They scare me, they really do. Besides that there was really nowhere to camp “wild” – it was just the road and fences (thanks god for the fences) and sheep and cows and dogs – no grass, no nothing that looked like I wanted to spend the night. So my idea was to find some decent people and ask for a space in their garden. But as I mentioned, no people around. The few houses that there were, were deserted or people were haveing their siesta. So I soon realized that this might be a long day, at the same time realizing that I did not nearly have enough water with me. Weirdly enough I passed through a village, which according to my map didn’t exist, and also had the only Tratttoria I saw during a duration of at least 4 hours. So water problem solved. When I realized that really this was one of the few mistakes on my map and there wasn’t another village or so to come I took the decision to ride all the way to Gangi – unless I found somewhere else to stay on the way. 2 Cliff bars later (thanks to Lisi and Gernot!!), two agritourismus places left behind me (one was far down the road, so no option, the other had crazy dogs, so no option) and many, many turns and hills and kilometeres later I arrived in  Gangi. And this really, really did not amuse me much: it was built on the top of a hill. Oh well. I checked into a B&B and decided that my tired legs deseverd some beer.  In a nutshell: it was the second day riding (and yes, this is the season start for me) with 70km and almost 1700m of altitude. Gangi was very cute – see for yourself:

 

Well the following two days were much easier. From Gangi I made my way to Troina (60km, 1100m of climbing) and from Troina I decided to ride to the coast again (I was in need for warmer temperatures and a place to camp) and hit the direction of Catania (64km of mainly downhill, but I ended up doing around 80km with 600m of climing – as I managed to get “lost”).

Here are some impressions from the road:

It was nice and easing riding. I felt the first rain, but the down pour only started once I was warm and cosy inside. I also took my first (and hopefully only!!) fall. Nothing happened to my bike – I was lucky (and nothing happened to me, besides some more bruises, but I am soooo bruised from pushing this bike around that this doesn’t matter anymore). It was a classic: first traffic light in two days and that was exactly what I was thinking, when my front bag touched the wall on the side and since I have a hard time riding with the crankbrothers click system I could not “un-click” and just fell. The guys in the cars jumped right out and made sure I was alright.

I also had a super nice dinner (it was fish-Friday in the mountains:-)) with about three waiters around me, continously asking me “everything all right lady” (seriously – I AM a lady now!!)?! I met a nice Romanian women showing me the way, continously talking to me in Italian. I answered in Spanish, French and English and in the end she told me three times how happy she was she met me and of course she had to kiss me too (what is it with all these people and kissing lately??)

Troina by the way was also very cute. Pix here under. Not much to say about today except for that I really dislike Paterno (impossible to get out of this town and find a decent way to Catania that is NOT a speed- or highway) and that what I have seen so far of Catania has not impressed me either (getting through town on a bycicle is really very horrible). But I am hopeing it will  – as I will limit my riding to going downtown for coffee and aperitivo tomorrow!

There would be so much more to add on the beautiful Sicilian mountains, the quiet villages, the old men sitting on the side of the street, etc… But there are so many more days to come and with that stories to tell. So before I say good night, have a last look at this:

The best part of these three days:

 

Good night!

Der erste Tag oder Radwege für d’Hund und mein erster Casanova

Nach 40h Zug- und Fährenfart endlich: Palermo!

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Und dann nach Gefühl (und mit ein bisserl Google Maps Screenshot Hilfe) direkt zu meinen ersten Gastgebern. Über warmshowers.org hab ich Inna und Alex gefunden, zwei Ukrainer, die seit 2 Jahre in Palermo leben. Unglaublich lieb sind die 2 – haben mich in ihrer kleinen 2 Raum Wohnung auf der Couch in der Küche untergebracht, mich bekocht, mir den Boiler eingeschalten und mich in der Früh auch noch ordentlich mit Porridge gefüttert. Die beiden waren irrsinnig süss: in einem Monat werden sie selbst mit dem Rad unterwegs sein und ich habe sie nur bewundert – selbstgenähte Packtaschen, zusammengebastelte Räder – ich bin mir so “over-equipped” vorgekommen. Ihre Freunde und Familie packen das Ganze noch überhaupt nicht, vor allem, weil sie seit 2 Monaten eh schon voll aus dem Ruder laufen und sogar Vegetarier geworden sind (o-ton: “but we can’t tell my mom, it would be too much for her” – die Sache mit dem Fleisch, mein ich).

Ich bin dann also heut morgen los. Mit nur einem Ziel – so schnell wie möglich aus dem Palermo-Verkehr raus und soweit wie möglich in Richtung Cefalu zu kommen. einziger Fotostop in Palermo (bite mein Radl nicht übersehen:-)):

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Erste Erkenntnis in den “Suburbs” von Palermo: die Radlwege sind für d’Hund. Also wirklich. Da liegen nämlich die Strassenköter in der Sonne und machen recht ein Theater, wenn da jemand so blöd ist und mit dem Radl daher kommt. Als dann so ein Dobermann-ähnliches-Getier anfing an mir hochzuspringen und im Fahren meine schönen Wadeln beleidigen wollte, bin ich kurz mal ausgezuckt und hab nach aller Kraft ein “geh weg” geschrien. Scheint international verständlich zu sein. Der Köter war nicht mehr gesehen. Ich hab mich dann aber doch wieder lieber unter die Autos gemischt und bin auf der Fahrbahn geblieben…

Und dann kam auch schon das nächste Entertainment: ROBERTO. Mein erster Casanova. Wohl gut über 50, am Rennradl unterwegs und nach der kurzen Vortellungsrunde hat er gleich beschlossen ich muss in seinem Windschatten folgen. Gesagt getan. Nach 10 min gabs die erste Stärkung: Schoggi mit Likör drinnen. OMG. Dann gings weiter. Bei einer Tanke nächster Pit-Stop: Roberto musste einen Schluck Wasser nehmen und wollte dann Bussln. Eh klar. Nachdem er ausser Itanlienisch eh nix konnte, hab ich mal wieder in internationaler Manier geantwortet: “Schatzal das geht so net” – scheint auch gut verständlich gewesen zu sein. Der etwas enttäuschte Roberto (ob er denn nicht “sympatico” sei, meinte er noch), hat mich dann noch weitere 5 km begleitet und dann ist es ihm wohl zu langweilig geworden und er hat wieder umgedreht. Aber natürich nicht, ohne sich noch gehörig von mir zu verabschieden und mir noch 2 wichtige Ratschläge auf die Reise zu geben: “ersten aufpassen und zweitens vorsichtig sein mit diesen Radlfahrern.” SERIOUSLY??!! aaahhhaaa

Ok – um es nicht zu lang zu machen. Ich bin dann bis nach Cefalu gefahren. ca 80km, 600hm – Einfahretappe vor den Bergetappen. Ich fürcht mich schon fürchterlich. Jetzt aber sehr gechillt am Campen und Cefalu hab ich natürlich auf einen obligatorischen Cappuccino-Stop auch noch besucht. See for yourself:

Sodala –  nachdem ich es jetzt Dank online Tutorial sogar geschafft hab meine Kamera mit meinem Ipad zu verbinden muss ich dringend zu meinem Buch. Für die nächsten paar Bergetappen meld ich mich “offline”. Ciao, Baci dieEva