Eine Runde beendet…

…. hab ich jetzt! Ich bin nämlich wieder zurück nach Berlin gefahren und auch weiter: nach Dresden. Die heutigen kurzen 60km waren ausschließlich bei strömendem Regen. Und es regnet munter weiter:-)

Doch wo war ich zuletzt? In Rostock! Willi – unser Warmshower Gastgeber – hat uns (Tommy der Schwede war ja mit mir unterwegs) eine tolle Stadtführung gegeben. Rostock hat doch tatsächlich einen Pornobrunnen am Hauptplatz und ist die Stadt der “7” – 7 Stadttore usw…. Es war ein feiner Tag, der (endlich mal wieder!!) mit Aperol-Spritz schön flüssig ausgeklungen ist. Die darauffolgenden ca 400km nach Berlin (auf dem Kopenhagen-Berlin Radweg) waren super. Das Wetter hat gut mitgespielt, ich habe es wieder kaum glauben können wieviele geniale “Fahrrad-Autobahnen” es quer durch deutsche Wälder gibt und auch wenn die Temperaturen nicht ganz danach waren, so bin ich doch 2-3 Mal am Abend bei einem der unzähligen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte ins Wasser getaucht. Mein persönliches Highlight war irgendwo im nirgendwo. Seit vielen Kilometern wieder mal kein Supermarkt, kein Café, kein gar nix am Weg, ist dann doch die Rettung aufgetaucht: ein kleines Oma Café. Und was gab es da? Stachelbeer-Baiser-Kuchen und das nachdem ich gerade am Vortrag ewig lang von Omas Ribisel-Baiser-Kuchen geschwärmt habe. Mhhhh – war der guuuutttt!
Kopenhagen – Berlin heißt auch unzählige Schleusen und einiges mehr an Fahrradtouris, aber das war nur punktuell. Mehrheitlich ist man schön friedlich für sich.
Sonnenuntergangsbild und Eva Portrait by Tommy.

Zurück in Deutschland hat auch zurück zu Campingplätzen geheißen – mit allen Vor- und Nachteilen. An einem sehr lustigen Abend ist uns nach einer Flasche Wein der Durst noch nicht ausgegangen und unsere “Rettung” war “Schnappi” (ja, wie das Krokodil -hat er selbst bestätigt). Schnappi war unser Campingnachbar – Dauercamper seit 35 Jahren, der uns mit zwei Flaschen Bier versorgt und sich gleich zu uns gesellt hat. Danach habe ich alles gewußt: vom Thüringer, der auch Dauercamper ist, vom Alkohlgenuss am Campingplatz, von Eifersüchtelein, Schnappis Krankengeschichte, Mieten der Dauercamper, dem Restaurant daneben und den früheren und jetzigen Besitzern, usw…. Ich war den ganzen Abend mit Übersetzungen von Deutsch auf Englisch und retour beschäftigt:-)

So Campingplätze haben es ja in sich. Wie gesagt – es ist auf der einen Seite total fein, wenn man weiß, dass man eine warme Dusche hat und oft gibt es ja auch sogar Herdplatten zur allgemeinen Benützung, aber es gibt auch so ein paar Sachen, an die ich mich einfach nicht gewöhnen kann. Das Schnarchen der Zeltnachbarn ist ja noch zu vernachlässigen, aber die Geräuschkulisse in den Sanitäranlagen überrascht und entsetzt mich nach wie vor. Ich glaube den meisten Menschen ist gar nicht bewußt, wie geräuschvoll sie Ihr Geschäft verrichten oder die warme Dusche genießen. Und damit meine ich jetzt nicht das Plätschern oder so – nein: Seufzer, Stöhnen, “ah” und “oh” Geräusche, dich ich einfach nicht hören will:-)) Das wollte ich nur einmal gesagt haben, weil viele schwer nachvollziehen können, wieso ich lieber mit einem Haufen Spinnen in einem umgekehrten Boot übernachte! Tu ich aber. Da hört man dann im besten Fall nämlich nur das Meer plätschern.

Unterwegs haben wir das ehemalige Frauen-KZ Ravensbrück besichtigt und damit war ich auch wieder auf der Strecke, die ich von Berlin bereits gegen Norden geradelt bin. Aber sie hat sich von einer ganz anderen Seite gezeigt: war es damals naß und kalt, wurden wir diesmal mit einem schönen Sommertag belohnt. Highlight war ein kleiner, feiner Campingplatz in Zehdenik an einem alten Wasserturm. Wir waren die einzigen Besucher und sind uns wie in einem Privatgarten vorgekommen. So friedlich! Und dann war ich auch schon wieder in Berlin, habe mich von Tommy verabschiedet und bin mal wieder in Richtung Kleinmachnow um mich bei Dany einzuquartieren.

Nach einem sehr gemütlicher Tag ohne Rad mit meiner lieben Freundin bin ich dann weiter getuckert und wurde mit dem ersten richtigen Sommertag (30 Grad) seit drei Monaten beglückt. Und weils so schön war, habe ich einen Umweg über den Spreewald genommen. Das hat sich voll ausgezahlt. Wunderschön die Wasser-Waldlanschaft mit unzähligen Kahnfahreren mit langen Stangen und Kajaktouris. Und das alleine Radeln hat halt auch was für sich und hat sich so gut angefühlt.

Jetzt gebe ich mir mal Dresden fürs Wochenende. Morgen bin ich wieder für zwei Nächte bei Warmshower Gastgebern einquatiert und am Montag gehts dann am direkten Weg gen Heimat. Ich freu mich schon richtig (und Lottchen natürlich auch – die mag den Regen ja überhaupt nicht, da bremst sie soooo schlecht!).

Seid mir gegrüßt und bis demnächst.
Eure Eva

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